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Remote working für kreative Arbeitsabläufe

Bei allem, was sich heute in der Welt abspielt, ist das Szenario der Fernarbeit in die Schlagzeilen geraten. Es gibt zahlreiche Lösungsansätze - jeder mit seinen eigenen Vor- und Nachteilen - aber sie lassen sich grob in das Verschieben von Daten oder das Verschieben der Pixel einteilen.

Donnerstag, 10 September 2020  |  REMOTE WORKING  |  HP RGS  |  TERADICI  |  MOVING PIXELS  |  MOVING DATA

Remote working für kreative Arbeitsabläufe

Daten verschieben

Die Wahl der richtigen Übertragungsmethode ist entscheidend für den Erfolg und die Kontinuität Ihrer Remote-Work-Strategie.

Offenes Internet

Der klassische Ansatz für die Arbeit aus der Ferne besteht darin, FTP-Server oder Dateiübertragungsdienste wie WeTransfer zu nutzen. Dies ist jedoch mit deutlichen Einschränkungen hinsichtlich der Dateigröße und der Datenmenge verbunden.

Lösungen wie Google Drive oder Dropbox bieten einen fortschrittlicheren Ansatz für den Datenaustausch, sind jedoch meist an Fair-Use-Richtlinien gebunden und nicht für einen kontinuierlichen, professionellen Datenaustausch konzipiert.

Beide Optionen setzen voraus, dass der Remote-Benutzer über eine leistungsstarke Hardware verfügt, die Arbeitslast bewältigen kann und Zugriff auf die notwendige Software besitzt (inklusive Lizenzierung und Versionskontrolle). Zudem sind diese Methoden durch die Bandbreite der Internetverbindung limitiert und bergen Sicherheitsrisiken beim Datentransfer an externe Standorte.

VPN

Eine der gängigsten Methoden für den Zugriff auf entfernte Standorte ist der Einsatz eines VPN (Virtual Private Network). Die entscheidende Frage hierbei ist: Ist Ihr Datenbestand klein genug, um effizient über das Internet zu arbeiten?

Ein VPN stellt eine sichere Verbindung zwischen einem entfernten Rechner und Ihrem Firmennetzwerk her. Dadurch können Benutzer auf verbundene Laufwerke, Workstations und Drucker zugreifen. Der Nachteil: Die Übertragungsgeschwindigkeit ist stark von der heimischen Internetverbindung abhängig, was bei großen Dateien zu langen Wartezeiten führt.

Zudem ist die Hardware des Remote-Mitarbeiters oft nicht für die anfallenden Datenmengen oder die spezifische Software ausgelegt. VPNs eignen sich daher gut für kleine Dateien (Dokumente, PDFs, Tabellen), stoßen jedoch bei großen Datenmengen, zentraler Speicherung oder Renderfarmen an ihre Grenzen.

Pixel bewegen

Die sicherste Methode für Remote-Work besteht darin, die Daten gar nicht erst zu bewegen. In diesem Szenario verbleiben alle Daten geschützt im Büro, während die Fernmitarbeiter lediglich den Bildschirminhalt ihres Arbeitsplatzrechners streamen.

Der Vorteil: Keine Daten verlassen das Büro. Sie arbeiten auf der gewohnten Maschine mit allen Werkzeugen und Anbindungen. In diesem Workflow werden nur die kleinsten Datenmengen übertragen – die Pixel des Bildschirms, ähnlich wie bei Streaming-Diensten, ergänzt um Maus- und Tastatursignale. Das Internet fungiert hierbei wie ein virtuelles, unendlich langes Kabel.

Da das entfernte Gerät lediglich einen verschlüsselten Pixelstrom dekodiert, ist dies auf nahezu jedem Endgerät möglich. Die beiden wichtigsten Ansätze hierfür sind VDI (Virtual Desktop Infrastructure) oder eine Eins-zu-Eins-Fernarbeitsstation.

HP ZCentral Remote Boost (ehemals RGS)

HP Z-Workstations mit Quadro-Grafikkarten unterstützen HP ZCentral Remote Boost. Dieser Software-Agent nutzt CPU- und GPU-Ressourcen der Workstation, um den Desktop an Laptops, Tablets oder Thin Clients zu übertragen.

  • Zero Client: Rechner ohne Betriebssystem (nur Firmware), kostengünstig, aber mit Einschränkungen bei Auflösung und Monitoranzahl.
  • Thin Client: Rechner mit minimalem Betriebssystem, bietet mehr Flexibilität und Leistung.

HP ZCentral Remote Boost erfordert idealerweise eine VPN-Verbindung. Es handelt sich um einen stark komprimierten Stream, der eine ausgezeichnete Bandbreite bietet, aber eine ausreichende Hardwareleistung zur Dekodierung voraussetzt.

Weitere Informationen und Zugang zur Testphase: HP ZCentral Remote Boost

Hinweis: Bei Vollauslastung der Workstation kann die Leistung des Remote-Desktops beeinträchtigt werden, da Ressourcen für die Dekodierung reserviert sein müssen.

Teradici

Teradici nutzt das PCoIP-Protokoll, eines der effizientesten Streaming-Formate auf dem Markt, das auch für Cloud-Workstations (Amazon, Azure, Google) zertifiziert ist. Der PCoIP-Stream kann sowohl hardware- als auch softwarebasiert realisiert werden.

Einbaukarte für Workstations

Eine dedizierte Karte komprimiert die GPU-Ausgabe in Echtzeit. Der Vorteil: Die Workstation wird nicht durch die Komprimierung belastet. Über ein Cloud Access Gateway Broker kann das VPN sogar umgangen werden, während die Sicherheit gewahrt bleibt, da nur Pixel das Studio verlassen.

Software-Zugang

Die Software-Variante ähnelt der Funktionsweise von RGS und nutzt die CPU/GPU des Host-Rechners. Sie ist kostengünstiger, unterliegt jedoch ähnlichen Leistungsbeschränkungen.

Fazit

Die Wahl des richtigen Ansatzes hängt stark von der Bandbreite Ihres Studios und der Leistung Ihrer Firewall ab. Das Gesamterlebnis wird maßgeblich durch die Internetverbindung und die Priorisierung der Datenströme bestimmt.

Die passende Remote-Lösung finden

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