Technologie-Fokus
NVIDIA Omniverse: Die Zukunft der Design-Zusammenarbeit
NVIDIA Omniverse ist eine End-to-End-Plattform für die Designzusammenarbeit und die realitätsnahe Simulation von digitalen Zwillingen, die 3D-Workflows in Unternehmen jeder Größenordnung revolutionieren wird.
Die Suche nach einer zentralen Quelle der Wahrheit bei Kundenprojekten ist seit langem ein Schmerzpunkt für Künstler und Designer. Das Warten auf das Rendern von Datensätzen und die gleichzeitige Nutzung von Softwareanwendungen, die nur eingeschränkt miteinander kommunizieren, führen zu Engpässen im kreativen Prozess. Die Speicherung von Daten und die Notwendigkeit, die Infrastruktur stetig zu erweitern, setzt Technikteams unter Druck. NVIDIA Omniverse wurde entwickelt, um genau diese Herausforderungen zu lösen.
Auch wenn es kein Allheilmittel ist, so ist es doch ein äußerst leistungsfähiges Werkzeug. Mit der Rendering-Leistung der Ampere-Architektur und der Universal Scene Description (USD) hat NVIDIA ein Ökosystem geschaffen, das es Teams ermöglicht, in Echtzeit und gleichzeitig in einem virtuellen Raum zusammenzuarbeiten.
Was ist NVIDIA Omniverse?
Omniverse ist eine Cloud-native und Multi-GPU-fähige Plattform, die eine skalierbare Remote-Zusammenarbeit mit echter Echtzeitleistung ermöglicht. Sie besteht aus fünf Kernkomponenten: KI, Materialien (MDL), Path Tracing, Physik/VFX und USD – das Herzstück für das Zusammenspiel der gesamten Plattform.
Das Framework nutzt Plugins, sogenannte Konnektoren, sowie ein leistungsfähiges Echtzeit-Cluster-Rendering-System. Dies optimiert nicht nur kreative 3D-Pipelines (VFX), sondern bietet auch für AEC (Architecture, Engineering, Construction) und Fertigung einen erheblichen Mehrwert.
Da Primärdaten im USD-Format auf einem zentralen Speicher liegen, können Teams Analysen und Simulationen über native USD-Anwendungen an einem Ort durchführen. Ein 3ds Max-Benutzer, ein Revit-Benutzer und ein Beleuchter können so gleichzeitig an derselben Szene arbeiten – unabhängig von ihrem geografischen Standort.
Hier finden Sie die vollständige Liste der NVIDIA Omniverse Konnektoren.
Das NVIDIA Metaverse und digitale Zwillinge
Mit dem Metaverse-Toolset für virtuelle Umgebungen hebt NVIDIA die Zusammenarbeit auf die nächste Stufe. Durch die Nutzung von KI, maschinellem Lernen (ML) und Deep Learning entstehen digitale Zwillinge, die für Gebäude, Fertigung und Städte der Zukunft von unschätzbarem Wert sind.
Ein Beispiel ist die Partnerschaft mit BMW im Werk Regensburg. Hier wurde ein digitaler Zwilling der Produktionslinie erstellt, in dem Roboter unter Einsatz von KI ihre eigene Leistung optimieren können. Dies minimiert Fehler, erhöht die Sicherheit und verbessert die betriebliche Leistung.
Herausforderungen und Infrastruktur
Die größte Herausforderung bleibt der Datentransport. Die riesigen Datensätze erfordern eine leistungsstarke Vernetzung. Mit der Übernahme von Mellanox und Arm sowie neuen Technologien wie der NVIDIA DPU kann die Infrastruktur jedoch so optimiert werden, dass Daten vom Speicher direkt in den GPU-Speicher fließen, ohne die CPU zu belasten.
Omniverse beseitigt traditionelle Engpässe: Anstatt Dateien mühsam auf einzelnen Kernen zu laden, ermöglicht USD die Nutzung der gesamten Bandbreite, um Szenen in Sekundenschnelle zu laden.
Preisgestaltung
Die NVIDIA Omniverse-Plattform ist für Einzelpersonen kostenlos. Für Unternehmen bietet NVIDIA Omniverse Enterprise eine optimierte End-to-End-Lösung für professionelle Workflows. Die Enterprise-Lösung beginnt bei 14.000 US-Dollar pro Jahr für eine Arbeitsgruppe von 5 gleichzeitigen 3D-Creators und einer unbegrenzten Anzahl von Viewers.
Fragen zu 3D-Workflows oder Pipelines?
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